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1998 - Das Haus ist gekauft.
Verborgen hinter einer Reihe von alten Bäumen, in der Nachbarschaft fast nur die kleine Dorfkirche, hatte das alte Pfarrhaus Rambow alles, was romatischen Gemütern gefallen
muss.
Im Sommer 1998 wurde das Haus von uns erworben.
Nach dem Motto "Jungverliebten steht die Welt offen" wagten wir uns an die Restaurierung. Es galt, das Haus vor dem vollständigen Verfall zu bewahren.
Die Planung zog sich zwei Jahre
hin. Als Architekten unterstützen uns das Ingenierbüro
Nord und das Architekturbüro Greiner.
Das ehrgeizige Ziel beim Umbau bestand darin, soviel wie möglich
zu erhalten, ohne auf zeitgemäßen Komfort verzichten
zu müssen. Wir wollten die alten unebenmäßig verputzen Mauern, die alten Dielen, Treppen, Stein-fußböden,
die Zimmer mit Fachwerkbalken, die alten Türen aus der
Bauzeit unbedingt erhalten.

Pfarrhaus vom Garten aus - vor Baubeginn
Die Restaurierungsarbeiten des 230 Jahre
alten Pfarrhauses dauerten zwei Jahre - immer mit Blick auf
den Denkmalschutz und die Erhaltung der alten Substanz.
Schwerpunkt der Sanierung waren:
· Dachstuhl
· Fundament
· Fenster
· Fachwerksanierung innen und außen
· Neuanlage Heizung
· Sanierung der Bäder
Alle Wohneinheiten erhielten einen separaten Strom- und Wasserzähler.
Geplant war ursprünglich die Renovierung von ca. 370
qm Wohnfläche.
Als nach dem Abdecken des Daches klar wurde, dass der alte Dachstuhl nicht mehr zu retten war und auch viele
Deckenbalken einer gründlichen Renovierung bedurften,
bot sich an, die Sanierung auch auf die anderen Nutz- und
Wohnräume auszuweiten.
Um das alte Fachwerk im Innenbereich nicht zu zerstören,
wurde die ursprüngliche Raumaufteilung belassen. Bewusst
wurde darauf verzichtet, die großen Räume zu unterteilen,
um die Großzügigkeit des Hauses nicht zu unterwandern.
Einbauten aus den letzten Jahrzehnten wurden zurückgebaut.
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Die Wände
und Decken wurden, wo es möglich war, wieder mit neuem
Lehmputz versehen. Ökologische Baustoffe wurden bevorzugt.
Viele alte knarrende Dielenfußböden konnten erhalten
werden und wurden so schonend wie möglich geschliffen
und geölt. Auf Begradigung der Fußböden und
Decken wurde verzichtet um den Museumscharakter dieses Hauses
nicht zu zerstören.
Die alten Zimmertüren wurden in mühevoller Handarbeit zum Teil abgebeizt, geschliffen, geölt oder gestrichen.
Die neuen kleinteiligen Sprossenfenster wurden dem alten Bestand
angepasst und die alte Haustür liebevoll restauriert.
Die sieben Grundöfen im Haus wurden vom Ofenbauer gereinigt,
zum Teil neu gesetzt und verfugt und sind alle wieder heizbar.

Detailansicht eines
Kachelofens
Wir haben darauf verzichtet zu begradigen oder die Spuren
der Zeit um jeden Preis zu tilgen und heute erstrahlt das
Gebäude im neuen Glanz, ohne dass es an Charme verloren
hat.
Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist,
dass der Hauch der Geschichte immer noch ungehindert durch
das altehrwürdige Gemäuer weht. Alles in allem ist
es eine museale Herberge und man sollte sie so lieben und
sich erschließen, wie sie vor uns liegt. Dann wird sie
die Begeisterung der Künstler rechtfertigen, die hier
zu Gast waren.
Yehudi Menuhins Ausspruch steht für viele:
"Wer deutsche Musik und Kultur des 18. Jahrhunderts einatmen und verstehen will, sollte einige Tage im Pfarrhaus zu Rambow leben."
Hier im alten Pfarrhof, inmitten der alten
Bauernmöbel, lässt es sich gut arbeiten ...
...
oder auch in den Tag hinein
leben.
Oft überkommt uns selbst noch das tröstliche Gefühl,
für einen Augenblick den harten Realitäten des 21. Jahrhunderts
entfliehen zu können.
Die historische Hofgestaltung wurden 2003 wiederhergestellt.
Im Garten blühen im Sommer Rosen und Stauden. Alte Bäume
gewahren Schatten zum Dösen und Träumen.
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